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«Die Wiederbelebung ist gelungen»
Von Sacha Ercolani
Samstag, 15. Juni 2013 23:30
Schönheitskönigin Dominique Rinderknecht. Foto: HO
Missen-Retter Guido Fluri über die Zukunft des Schönheitswettbewerbs.

Guido Fluri (46) hat klare Vorstellungen über das Profil der Miss Schweiz: Sie müsse mehr als nur schön sein und lächeln können, sagt der neue Besitzer der Miss-Schweiz-Organisation. Seit der ersten Wahl von 1976 hat sich bei der Show wenig verändert – jetzt handelt Fluri und will die künftige Strategie und Ausrichtung der Marke Miss Schweiz neu definieren. Dafür hat er extra zwei Marken-Experten engagiert.

«Wir werten die aufwendigen Berichte derzeit aus. Keine Sorge, Fotoshootings und Modeshows für die für uns so wichtigen Sponsoren gehören natürlich weiterhin zu den Aufgaben einer Miss-Schweiz», sagt der Zuger Unternehmer. «Doch eine Miss Schweiz muss beispielsweise auch auf einem Podium einer Kulturveranstaltung als Vorrednerin bestehen können, sich nachhaltig für sozial schwächere Menschen einsetzen und nicht nur an seichten Cüpli-Events teilnehmen.»

Eine Miss Schweiz ziehe enormes Medien-Interesse auf sich, sagt Fluri. «Dies muss künftig noch besser und vor allem sinnvoller genutzt werden.» Wie ernst es der Selfmade-Millionär mit seinen Ankündigungen meint, zeigt die Aussage, dass es in seinen Augen vergangene Woche «noch zwei bis drei andere Kandidatinnen gehabt hätte, welche diese so wichtigen Aufgaben hätten erfüllen können».

Dominique Rinderknecht (23) machte ihren Job die erste Woche als Schönheitskönigin sehr gut und setzt Fluris Vision ohne zu zögern um: «Ich würde gerne soziale Projekte unterstützen. Was gibts Schöneres als ein Lächeln auf dem Gesicht eines Menschen», sagte sie noch in der Wahlnacht. Und in den vielen darauffolgenden Interviews tönte es nicht anders.

Die Kritik, die Show auf Sat.1 vom letzten Samstagabend sei langweilig und wie eh und je gewesen, nimmt Guido Fluri sportlich: «Gemäss den ersten Informationen hatten wir einen sehr guten Marktanteil und beachtlich gute Zuschauerzahlen», sagt Fluri. Er selber war zufrieden mit seinem ersten Wahlabend: «Das ganze Team war mit grossem Herzblut an der Arbeit. Man muss bedenken, dass wir seit meiner Übernahme ja nur acht Monate Zeit hatten, Sponsoren zu finden und alles neu aufzugleisen.»

Aber sicherlich wolle und werde man in Zukunft noch vieles verbessern. Guido Fluri: «In den kommenden Wochen werden wir erstmals alles in selbstkritisch analysieren. Aber die Wiederbelebung der Miss-Schweiz-Wahl ist gelungen und wir starten motiviert und zuversichtlich in die nächsten Jahre.»

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